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OSTFRIESLAND

 

 

 

 

 

 

3 Tipps für die Rute

Tipp 1
Die Länge der Stipprute kann von entscheidender Bedeutung sein.

Wählen Sie eine Rute, die auf keinen Fall weniger als 5m Länge hat. Dies ist für die kleinen Kanäle eine gute Länge.

Für größere Kanäle oder Seen sollte die Rute noch länger sein. Hier darf sie auch gerne bis 7m Länge besitzen.

Tipp 2
Wenn Sie mit einer längeren Rute stippen, sollte die auf keinen Fall zu schwer sein. Das würden Sie bei einem längeren Ansitz bitter bereuen. Wenn Sie bereits eine schwere Rute besitzen, sollten Sie zur Unterstützung einen Rutenhalter verwenden.

Gerade bei den Stippruten werden viele Billigprodukte angeboten.
Häufig ist dort die Rutenspitze mangelhaft. Ich habe schon erlebt, dass die Öse, an der die Schnur befestigt wird, sich einfach aus der Spitze löst.

Achten Sie auf das Material der Rute. Lassen Sie sich bei einem Fachhändler beraten, und entscheiden Sie sich für ein leichtes, haltbares Material.

Tipp 3
Die richtige Aktion (Spielraum, in der sich die Angelrute bewegen läßt) ist hier die Spitzenaktion.

Die Angelrute ist sozusagen der verlängerte Arm des Anglers.

Wenn Sie also die richtige Stipprute auswählen, achten Sie darauf, dass die Rute nicht ständig vibriert, sobald Sie sich mal bewegen.
Das kann auf Dauer echt schmerzhaft sein.

So etwas passiert oft bei schweren Ruten mit halber oder sogar durchgängiger Aktion.

Darum - Wählen Sie eine leichte Rute mit Spitzenaktion, die sich nur im oberen Drittel der Rute flexibel zeigt.

3 Tipps für die Montage

Tipp 1
Die wohl einfachste Methode die Hauptschnur an einer Stipprute zu befestigen, ist die Verbindung mit einem Wirbel.

Damit der Wirbel dabei nicht ständig an der Metallöse klappert, kann man ein Stück Gummischlauch darüber ziehen.

Ein weiterer Vorteil der Wirbelmethode zeigt sich später beim Aufwickeln der Angelschnur auf die Holz- oder Kunststofffassung. Die Schnur lässt sich nämlich an beiden Seiten (Haken und Wirbel) bequem einhängen.

Tipp 2
Wenn in unseren Gewässern nicht gerade sämtliche Schleusen geöffnet sind, haben wir im Allgemeinen ruhige Verhältnisse mit wenig Strömung. Sie sollten in diesen Gewässern auf jeden Fall mit leichtem Geschirr angeln.

Für die Hauptschnur ist eine 0,14er bis 0,18er Stärke optimal.

Die Vorfachstärke sollte zwischen 0,08 und 0,12 gewählt werden.

Monofile Schnüre und kleine, dunkle Tönnchenwirbel haben sich gut bewährt.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die "Monofile" etwas dehnbar ist, denn gerade bei so feinem Gerät können unflexible Schnüre leicht reissen.

Ich benutze hauptsächlich rote, dünndrahtige Haken der Größe
18 - 22. Fragen Sie die hiesigen Fachhändler.

Tipp 3
Für die Wahl der richtigen Pose gilt: Je ruhiger und flacher das Gewässer, desto feiner
die Pose. Auch hängt die Wahl natürlich vom Gewicht des Köders und der Wassertiefe ab.

Ich fische gerne mit der guten alten Stachelschweinspose, denn die schaut nur mit der Spitze aus dem Wasser. Dafür muss sie haargenau mit kleinen Bleikugeln austariert werden.

Posen zwischen 1,5 und 3 Gramm sind passend. Die unterste Bleikugel sollte in der Mitte des Vorfachs angebracht werden, damit der Köder schnell die gewünschte Position erreicht - über dem Futterteppich (Sie sollten auf jeden Fall anfüttern).

3 Tipps für den Köder

Tipp 1
Ein sehr häufig verwendeter Köder zum Stippangeln ist Weißbrot. Entfernen Sie die Kruste von einem dicken Stück Weißbrot und kneten Sie es in der Hand. Formen Sie dann kleine Kugeln, und stecken Sie diese auf die Hakenspitze. Sie können auch die Hakenspitze frei lassen und den Teig um den Hakenschenkel formen.

Sinnvoll ist es allerdings auch, wenn man ein wenig Vanillepulver in den Teig hineinknetet. Dadurch wird ein "Duft" verströmt, dem die meisten Silberschuppen nicht widerstehen können.

Man kann auch einen eigenen Teig herstellen und Versuche starten mit Farben und anderen aromatischen Zutaten. Kneten Sie z. B. mal Sahnekäse in den Teig. Weißfische lieben das!

Und wundern Sie sich nicht, wenn mal ein Karpfen probiert...

Tipp 2
Wenn es dann mal schnell gehen muss (Verabredung am Kanal etc.), fährt man zum Fachhändler und kauft fertigen Teig.

Dieser wird dann in Tuben angeboten und ist bereits mit sämtlichen Aromastoffen versehen und in verschiedenen Farben erhältlich.

Wenn Sie zu dieser "Notlösung" greifen, dann kaufen Sie am besten knallroten Teig. Diese Farbe scheint auf Weißfische die gleiche Wirkung zu haben, wie Schokolade auf Kinder.

Der beste Köder ist allerdings immer der, an dessen Erfolg man glaubt!!!

Ich habe schon kapitale Brassen mit Salami gefangen, als keine anderen Köder mehr da waren.

Tipp 3
Der Klassiker unter den Stippködern ist eindeutig die Made.

Viele Raubfischangler besorgen sich ihre Köderfische noch mit der Senke. Ist doch langweilig. Kaufen Sie sich eine Dose Maden beim Angelhändler. Manche haben sogar noch verpuppte Maden (Caster) im Kühlfach.

Eine lebendige Made am Haken reicht meistens schon aus. Sollten die Fische darauf nicht reagieren, kann das am Lockfutter (siehe Lockfutter - Tipps) oder an der Farbe liegen.

Spießen Sie einen roten Caster mit auf den Haken, und halten Sie dann schon mal den Kescher bereit.

3 Tipps für das Lockfutter

Tipp 1
Sie haben bestimmt schon mal einen Ansitz mit der Stippe probiert ohne vorher anzufüttern. Fiel Ihnen was auf? TOTE HOSE!

Füttern Sie unbedingt vor dem Stippangeln an. Keine anderen Fischarten reagieren so
stark auf Lockfutter und sind so leicht zu überlisten wie Weißfische. (Außer vielleicht
Haie, aber auf die haben Sie es in Ostfriesland wohl kaum abgesehen)

Als Basis für das Lockfutter kann man Paniermehl oder andere Mehle wie zum Beispiel Maismehl oder Bisquitmehl verwenden. Mixen Sie immer etwas von dem Köder, mit dem Sie angeln wollen mit in das Futter.

Tipp 2
Nehmen Sie einen kleinen Eimer oder eine Schüssel mit ans Wasser, um das Lockfutter direkt am Angelplatz vorzubereiten.

Mischen Sie das Mehl mit Ihren Lieblingszutaten. Beispielsweise könnten dies folgende sein:

- Vanillezucker
- Vanillepudding
- Blutmehl
- Kakaopulver
- Puderzucker (Süssungsmittel sind immer willkommen!)
- Geriebene Nüsse
- Geriebener Käse
- Backaromen
- Satro (pulverfoermiges Milchprodukt zur Kälberaufzucht - Bauern fragen!) und viele
mehr.

Fügen Sie etwas Wasser hinzu, bis Sie tennisballgroße Futterbälle formen können, und werfen Sie sie an die Angelstelle. Viel Erfolg...

Tipp 3
Hier bekommen Sie ein Lockfutterrezept, an dem keine Plötzen, Güster, Brassen und Konsorten vorbeischwimmen können.

Vermischen Sie 1Liter Paniermehl und 1Liter Maismehl. Dazu kommen zwei Hände voll Blutmehl und zwei volle Esslöffel Puderzucker.

Um das Futter effektiver zu machen, verwenden Sie am besten noch 200 ml "Rotaugen Spezial Lockfutter-Konzentrat" aus dem Handel.

Mischen Sie jetzt eine Handvoll lebendige Maden mit in das Futter.

Wahrscheinlich halten Sie mich für verrückt, aber das "ALLERWICHTIGSTE" an dieser Futtermischung ist folgendes:

Zerdrücken Sie eine große Handvoll rote Caster (Verpuppte Maden) und mischen Sie den Brei unter das Lockfutter!!!

Angeln Sie jetzt mit Made und Caster am Haken knapp über dem Futterteppich und Sie werden es nicht bereuen.